EKT2018, Restauration © Gustavo AlàbisoLEITKULTUR? LEITKULTUR!

Revolutionen im Focus

Mein Thema im Rahmen des Revolutionsprojekts hieß es: „Restauration“. Seit 2015, als die Flüchtlinge zu Tausenden nach Deutschland kamen, gibt es ein Aufleben der populistisch-nationalistischen und ausländerfeindlichen Stimmung.

Dieses Bild ist noch eklatanter, wenn man die Nachbarstaaten beobachtet. Überall haben antieuropäische Ressentiments Aufwind. Nationalistische Parteien diktieren die politische Agenda, und wenn sie an die Macht kommen, wie in Polen oder Ungarn, beginnen sie, die demokratischen Institutionen auszuhebeln. Die Landesgrenzen sollen geschlossen bleiben, Menschen muslimischen Glaubens sind keine willkommenen Gäste und das europäisches „Wir-Gefühl“ schwindet (Brexit). Parolen wie „Ich und mein Volk“, im Sinne von „Jus saguinis“, werden verbreitet.

Für die Ausstellung habe ich vier Themen ausgesucht und fotografisch bearbeitet, die Themen wurden im Wahlprogramm für die Bundestagswahlen 2017 der Partei AfD  ausgesucht. Ich habe deren Auffassung sinnbildlich in Schwarz-Weiß dargestellt in Farbe meine Position. Die Themen waren:  die FAMILIE, die GRENZE, die LEITKULTUR und der KLIMAWANDEL.

Die Fotografie

Die Bilder der Ausstellung sind zum Teil am Computer bearbeitet worden um die streitigen Positionen klarer zu verdeutlichen. Z. B. einen Collage aus Archivfotos hat sein Ursprung in der japanische Technik Kintsugi: gebrochene Geschirr wird mit mehrere Schichten von Urushi-Lack die mit feine Goldpulver gemischt ist die Bruchstellen hervorhebt und einen neuen Gegenstand kreiert.

Eine Metapher für Deutschland, für Europa, die eigene Identität durch die Migranten, die Flüchtlingen aber auch den ausländische Künstler, Unternehmer und Händler jeden Tag ändert.  Diese Menschen verursachen Bruchstellen, sie tragen aber dazu auch bei, zusammen mit den Einheimischen, ein neues Land ein neues Kontinent und eine neue Identität zu schmieden.

Der Fotografenkollektiv „Blickwechsel“, bestehend aus Makkiko, Jens Steffen Galster, Bernhard Schmitt – ONUK und mir, arbeitet seit 2015 zusammen, diese ist die zweite gemeinsame Ausstellung.

Copyright Vermerk: Ein besonderen Dank an Günter Schneider Urheber des Foto der Berliner Mauer in den Beitrag GRENZE? GRENZE!