Georg Vogt, Jahrgang 1916
Das Interview fand in Karlsruhe am 28. Januar 1995 statt.
Wo war Ihre erste Kriegsfront?
Ich bin im November 1940 eingezogen worden, in Villingen habe ich die. Ausbildung gemacht, da war ich nur 6 Wochen.
Am 31. Dezember bei Nacht und Nebel ist ein größerer Teil von Villingen nach Weißenburg im Elsass verlegt worden, da waren wir zugleich auch noch Besatzungstruppe, der Krieg gegen die Franzosen war schon lange aus. Der Krieg gegen Frankreich dauerte bloß 6 Wochen. Die haben gleich den Löffel geschmissen. Der Franzose hat die Maginot-Linie gebaut und die ganzen Geschütze auf Baden-Württemberg gerichtet, der Hitler war so schlau, dass er seinen Truppen den Vormarsch auf Holland befohlen hat, Holland besetzt, und dann von hinten rein, so war die ganze Maginot-Linie aufgeräumt, und die meisten Franzosen sind in Gefangenschaft gekommen. Aber denen ist es in der Gefangenschaft in Deutschland besser gegangen als uns in Russland, die haben wenigsten noch etwas zu fressen gekriegt, aber wir haben ein Fressen gekriegt, das nicht mal eine Sau gefressen hätte.
Und in Weißenburg?
In Weißenburg war ich ein halbes Jahr bis zum 17. Mai, dann sind wir nach Ostpreussen gekommen, nach Offelsburg und dort sind wir im Gewann gelegen. Vom 21. auf den 22. Juli...oder Juni, wann ist der Krieg mit Russland ausgebrochen?
Juli...
...von dort an ständig nach Osten, Osten, Osten, Osten...immer weiter, weiter, weiter...ich war in Bistack, nach drei Tagen schon in Minsk und zuletzt kurz vor Moskau. Und dann ist die große Kälte eingebrochen, Oktober '43.
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