Chiese in Controluce

I valdesi e le chiese evangeliche in Italia.

Kaum 70.000 Kirchenmitglieder haben Waldenser, Baptisten, Methodisten, Lutheraner, Heilsarmee, die Brüderkirche und andere kleine freie Kirchen zusammen und mehr als doppelt so viel, wenn man die Einwanderer evangelischer Konfessionen mitzählt. Und doch sind die evangelischen Kirchen in Italien keine Randerscheinung.„Kirchen im Gegenlicht“ die Waldenser und die evangelischen Kirchen in Italien“ ist eine Reise durch die „evangelische Halbinsel“, von Favale (Genua), wo in der katholische Kirche von San Vincenzo noch immer eine Tafel von 1853 hängt, auf der vor der „eindringenden Waldenserhäresie“ warnt, bis nach Trapani (Sizilien), wo während eines ökumenischen Gottesdienstes in der Domkirche von San Silvestro neben dem katholischen Bischoff ein Waldenserpfarrer spricht. Eine Reise durch die verschiedenen evangelischen Konfessionen. Nach Neapel, wo nach dem Krieg drei freie Kirchen in den Lutheranerbund aufgenommen worden sind; nach Dipignano (Kalabrien),wo das Stadtviertel Doviziosi nur von Waldensern bewohnt ist; nach Dolo (Venedig),wo es eine Roma-Gemeinde baptistischer Konfession gibt; nach Alimena (Palermo), wo eine Familie evangelisch wurde, weil sie die Gottesdienste im Radio hörten. Eine Reise auch, um Menschen und ihre Geschichten kennen zu lernen, wie die Publizistin und Autorin Piera Egidi, die in die Waldenserkirche eingetreten ist; wie Elisabetta Ribet oder Sergio Manna, die sich für das Leben als Pfarrer entschieden haben. Eine Reise durch die diakonischen Einrichtungen: unter anderem die Krankenhäuser in Turin und Neapel, die Altenpflegeheime in Vittoria oder San Germano; die Begegnungszentren Agape und Santa Severa.Eine Reise durch die Organisation und die Strukturen der evangelischen Kirchen; die theologische Waldenserfakultät in Rom; das Verlagshaus und die Wochenzeitung in Turin, die jährliche Synode, die „Föderation der Evangelischen Kirchen in Italien“ ... Eine Reise durch Gegensätze: die Gemeinden in Süditalien schliessen wegen der Abwanderung und in den Städten des Nordens müssen die Gemeindehäuser zwei mal belegt werden,damit die Einwanderer aus Afrika, Südamerika, den Philippinen,aus Südkorea usw. ihre Gottesdienste feiern können. Wo die diakonischen Einrichtungen fast das gesamte Kirchenleben und den Hausalt bestimmen und sich gleichzeitig immer mehr Jugendliche für das Theologiestudium entscheiden, ohne Aussicht, jemals eingestellt zu werden. Wo immer mehr interkonfessionelle Paare sich das Ja-Wort geben und somit Überraschungen geschehen, wie die Zwillingsschwestern Elena und Stefania Giolito in Turin, wo sich Elena für die Waldenser und Stefania für die Katholische Kirche entschieden haben. Geografisch und inhaltlich ist das Spektrum der Ausstellung erweitert worden, aber das Grundgerüst ist das gleiche: neben dem fotografischen Faden, der in Bildern Gesicht und Gesten der Menschen evangelischen Glaubens porträtiert, stehen die Texte von Pfarrerinnen und Pfarrern, Diakonen und Laien, die mit Informationen und Überlegungen die Besonderheiten der evangelischen Welt in Italien erzählen.

 

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